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CAORLE GESCHICHTE

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aorle wurde im 40. Jhdt. v. Chr. als Handels- und Kriegshafen von Concordia Sagittaria und Oderzo gegründet. Deswegen geht die Geburt von Caorle der von Venedigs voraus, welche im V. Jhdt. n. Chr. zu verzeichnen ist. Die römischen Funde beweisen den alten römischen Ursprung der Insel, die auch Caprulae, Petronia, Insel Capritana oder Caule genannt wird. Nach dem Fall des heiligen römischen Reiches im Jahr 476 n.Chr. und Einwanderung der Barbaren von den Giulischen Alpen, fing eine Völkerwanderung vom Hinterland zur Lagune an, genau zu Caorle , um dort Schutz zu finden. Diese Völkerwanderung hatte eine sehr hohe Bevölkerungszunahme der Insel zur Folge, welche daraufhin eine Regierung benötigte. Im Jahr 480 n. Chr.. wurde die erste lokale Regierung gegründet und im Jahr 876 n. Chr. wurde die Insel zum Wohnsitz des Bischofs. Im Jahr 900 n. Chr. verbündete sich Caorle mit der Republik Venedig und wirkte in vielen Kriegen mit. Dank dem blühenden Handel der Insel, war es möglich, die Kathedrale (1038) und den zylindrischen Glockenturm (1070) aufzubauen . Die Kriege während des XI. und XV. Jhdt. n. Chr. verursachten eine politische Instabilität. Hungersnöte und Pest hatten der Einwohnerzahl von Caorle stark reduziert, welche von 4000 im J XVII. Jhdt. auf 992 im Jahr 1766 sank. Während des Verfalls geriet Caorle unter die Herrschaft von Napoleone Bonaparte (1806-1815).Im Jahr 1807 hatte der Bischof dort Wohnsitz, dessen Gastfreundschaft weiteren 57 Bischöfen Unterkunft gewährleistete. Während des 19. Jhdt. konnte man einen langsamen Wirtschaftsaufschwung verzeichnen, dank der Fruchtbarmachung der Böden und der Liberalisierung des Chininpräparats, welches das einzige verfügbarewirksame Antimalariamittel war. Im Jahr 1854 wurde der Fischerverband gegründet, um die lokalen Fischer zusammenzubringen und zu organisieren. Am Anfang des 20. Jhdt. fing man mit der großen Urbarmachung aller Sümpfe der Insel an, welche daraufhin ertragreiche Fischgründe und fruchtbare Landwirtschaftsflächen wurden. Daraufhin entstanden während dieser Zeit zahlreiche Bauernhäuser, welche dann wichtige Großbetriebe wurden. Im Jahr1935 wurden der sogenannte Deich "Sebastiano Chiarello" und die Straße "Rio Terrà" fertiggestellt. Außerdem begann während dieser Zeit die Verstädterung: viele Gebäude wurden errichtet, wie die Volksschule "Andrea Bafile" , die Kaserne der Polizei, das neue Rathaus, das Gemeindehaus mit Arztzentrum usw. Daraufhin begann der Fischhandel (ca. 300 Fischer mit 28 Segelschiffen, genannt "bragozzi" und 172 Schiffe für verschiedenartigen Fischfan) wie auch der Tourismus : am Weststrand entstand die Strandserviceeinrichtung "Turchetto" als Dienstleistung für die Urlauber während der Badesaison. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs mußte die Wirtschaft Caorles erneut einen Tiefpunkt verzeichnen: der Fischfang mußte aufgrund der Bombardierungsgefahr eingestellt werden. Glücklicherweise hatte jedoch der Ort keine größeren Verluste erlitten, sodaß schon bald wieder mit den Aktivitäten begonnen werden konnte. In den Sechsziger Jahren konnte man einen Anstieg der Touristenzahlen verzeichnen, welches bereits der Beginn einer wichtigen Wirtschaftseinnahme der Insel ist. Um den öffentlichen Bedürfnissen des Ortes gerecht zu werden, wurden viele Maßnahmen vorgenommen, wie Asphaltieren von Straßen und Plätzen, Gestaltung von Gehsteigen und kleinen Plätzen, der Bau von Hotelkomplexen am West- und Oststrand sowie der Campingplatz von S. Margherita. In den Siebziger Jahren ist Porto Santa Margherita entstanden, wo sich ein moderner See- und Wohnbezirk mit großen Hafen befindet. Der Erhöhung des touristischen Angebots hatte einen stetigen Zuwachs der italienischen und fremden Touristen zur Folge. Die Touristen schätzen das Ambiente des besonderen Fischerdorfs, welches mit seiner Geschichte, seinen Farben, seinen Düften und Traditionen, die Urlauber ein bißchen Geschichte spüren läßt.







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