Der Fischerverband wurde 1845 gegründet, mit dem Zweck, die Fischer von Caorle zusammenzubringen und zu organisieren. Dieser Verband hat die Verhandlungsstärken der Fischer wieder ausgeglichen und hat die Raubfischerei, welche zu dieser Zeit weit verbreitet war, aufgehalten. Der Fischerverband ist durch viele andere Verbindungen in Italien und im Ausland wettbewerbsfähig geworden. Seit 1929, besitzt der Verband ungefähr 1500 Hektar der Lagune. Die Einnahmen des Verbands waren:der Verdienst des Rasenmähens, die Steuer, welche einige von anderen Städten zahlen mußten um in den Territorialgewässern von Caorle fischen zu können, und die Steuer, welche lokale Fischer nach Entscheidung der Direktion dem Fischerverband zahlen mußten. Die Ausgaben waren: die Miete der privaten Fischgründe, das Gehalt des Sekretärs und die Parzelle des Arztes der Fischer. Lokale Fischer wurden in Gruppen geteilt und jede Gruppe hatte seinen Leiter. | |
Er mußte jede
gesetzwidrige Tat berichten. Disziplinarische Maßnahmen wurden sehr streng gehalten. Im September konnten Fischer ohne Verband fischen. Der Fischhandel ist sehr interessant. Er stützt sich auf eine Praktik, welche "geheime Stange" heißt: Fischer nahmen ihren Fischfang mit zum Fischmarkt. Nach einer genauen hygienischen Überprüfung kaufte ein Händler den Fischfang und verkaufte diesen wieder. Die Person, die den höchsten Preis ins Ohr des Händlers flüsterte, konnte den Fischfang kaufen. Die Praktik heute ist dieselbe wie damals und beweist das starke Band zwischen der Insel und seiner Tradition. |